Unsere Schule ist stolz darauf, seit kurzem offizielle Partnerschule des Phaeno – Wissenschaftszentrums Wolfsburg zu sein. Diese Kooperation verbindet schulisches Lernen mit interaktiver Wissenschaftskommunikation und eröffnet unseren Lernenden einzigartige Möglichkeiten, naturwissenschaftliche Phänomene hautnah zu erleben. In diesem Beitrag werfen wir einen ausführlichen Blick auf die Entstehung und die Aktivitäten dieser Partnerschaft – und zeigen, warum das Phaeno für uns mehr ist als nur ein Ausflugsziel.

Wie die Partnerschaft entstanden ist

In diesem Jahr wurde ein erstes Gespräch zwischen unserem Lehrenden und Frau Dorff des Phaeno initiiert. Ziel war es, ein nachhaltiges Netzwerk zu schaffen, das Lehrkräfte, Schüler*innen und Wissenschaftler*innen zusammenbringt. Nach intensiven Gesprächen, in denen beide Seiten ihre Erwartungen und Ressourcen definierten, wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet, der folgende Kernpunkte festlegt:

  1. Regelmäßige Fachbesuche – Besuch von Klassen/Werkstätten aus den Bereichen Physik, Chemie, Biologie, Mathematik und Technik das Phaeno.
  2. Gemeinsame Projektwochen – Lehrkräfte entwickeln zusammen mit den Phaeno-Experten fächerübergreifende Unterrichtseinheiten, die im Klassenraum und im Museum umgesetzt werden.
  3. Lehrkräftefortbildung – Pädagog*innen erhalten gezielte Workshops zu modernen didaktischen Methoden und zur Nutzung von Exponaten für den Unterricht.

Durch diese strukturierte Vorgehensweise entstand ein lebendiges Netzwerk, das weit über einzelne Besuche hinaus wirkt.

Was unsere Lernenden im Phaeno erleben

Ein Besuch im Phaeno ist kein klassischer Schulausflug, sondern ein interaktives Lernerlebnis, das den naturwissenschaftlichen Unterricht nachhaltig ergänzt. Zu den Highlights gehören:

  • Die „Magnetische Levitation“ – Schülerinnen und Schüler testen selbst, wie starke Magnetfelder Objekte schweben lassen, und diskutieren anschließend die physikalischen Prinzipien dahinter.
  • Chemie im Alltag“ – An interaktiven Stationen werden alltägliche chemische Reaktionen sichtbar gemacht.

Jeder Exponat ist so konzipiert, dass er hands‑on‑Erfahrungen ermöglicht und gleichzeitig wissenschaftliche Konzepte klar erklärt. Die Lernenden verlassen das Phaeno nicht nur mit einem Staunen‑Gefühl, sondern mit konkreten Erkenntnissen, die sie direkt in den Unterricht einfließen lassen können.

Wie wir das Erlebte im Unterricht verankern

Der eigentliche Mehrwert der Partnerschaft liegt in der Nachbereitung. Nach jedem Besuch gibt es in unseren Klassenräumen strukturierte Reflexionsphasen:

  • Protokollieren – Die Schülerinnen und Schüler schreiben Laborberichte, erstellen Mind‑Maps und fotografieren ihre Experimente.
  • Diskutieren – In moderierten Diskussionen werden die Beobachtungen mit den im Lehrplan behandelten Theorien verknüpft.
  • Transferieren – Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse entwickeln die Lernenden eigene Experimente oder Projektarbeiten, die sie im nächsten Schuljahr präsentieren.

Lehrkräfte nutzen zudem die vom Phaeno bereitgestellten digitalen Lernmodule und Lehrmaterialien, um die Inhalte dauerhaft in den Unterricht zu integrieren. So entsteht ein zyklischer Lernprozess, der das „Museumserlebnis“ zu einem festen Bestandteil des Fachunterrichts macht. Hierbei werden alle BNE Ziele durch Verantwortliche im Phaeno sinnvoll in die Exponate eingebunden.

Durch die kontinuierliche Einbindung des Phaeno wird die Schule zu einem lebendigen Lernort, der über das klassische Klassenzimmer hinausgeht.

Durch diese Initiativen wollen wir das Lernen an der Schnittstelle von Theorie und Praxis weiter stärken und noch mehr Schülerinnen und Schüler für die Naturwissenschaften begeistern.

Fazit

Die Partnerschaft mit dem Phaeno in Wolfsburg ist ein Leuchtturmprojekt, das unsere Schule nicht nur wissenschaftlich, sondern auch pädagogisch voranbringt. Sie verbindet inspirierende Exponate, praxisnahe Forschung und professionelle Fortbildung zu einem ganzheitlichen Lernökosystem. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit unseren Lernenden, Lehrkräften und dem Phaeno weiterzugehen – und laden alle Interessierten ein, uns auf dieser spannenden Reise zu begleiten.


v.l.: Luise Dorff (Verantwortliche Phaeno), Nils Kanitz (Verantwortlicher Lehrer) und Christian Bruns (Fachbereichsleitung)