Die StolpersteinAG besuchte am 25. September die Gedenkstätte des KZ-Außenlagers Braunschweig, welche sich in der Schillstraße befindet. Dort, wo heute der Brawo-Park steht, befand sich während des Zweiten Weltkriegs ein Arbeitslager. Die dort inhaftierten Menschen wurden damals gezwungen für die Büssing AG zu arbeiten. Sie lebten unter unmenschlichen Bedingungen und durften während der gesamten Zeit keinen Kontakt zu anderen Personen haben. Wenn sie auf der Arbeit zum Beispiel versuchten Kontakt zu den regulären Arbeitern aufzunehmen, wurden sie hart bestraft. Das Lager wurde 1942 errichtet und 1945 von den britischen Truppen befreit. Nach Kriegsende wurden die Gebäude abgerissen, und das Gelände zunächst von der Post genutzt. Später wurde das Gelände privatisiert und zum Brawo-Park umfunktioniert. Viele Menschen, die heute dort einkaufen, wissen oft nicht über die Geschehnisse an diesem Ort bescheid. Um an diese zu erinnern sind jedoch verschiedene Objekte auf dem Parkplatz eingerichtet. Zum einen die rabbinische Weisheit Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit, welche aus dem Talmud (bedeutendes Schriftwerk des Judentums) übernommen ist. Man findet auch Fundamentreste einer Baracke. Wir haben uns zunächst mit der Geschichte des KZ-Außenlagers beschäftigt. Anschließend haben wir das Gelände und die Gedenktafeln angeschaut. Wir hatten viele Chancen Fragen zu stellen. Und als Inspiration für unsere Präsentation haben wir in dem Archiv Dokumente angeschaut. Neben der vielfältigen Möglichkeit sich in Büchern vor Ort einen Überblick zu verschiedenen Themen der Geschichte zu informieren bietet die Gedenkstätte Schillstraße auch ein offenes Archiv. Dort haben diverse Gruppen, Firmen und Einzelpersonen unterschiedlichste gesammelte Informationen für die Öffentlichkeit bereitgestellt. Ein kleines Highlight des Tages bestand darin, dass unser Mitschüler Adrian Winter einen Teil der Führung über das Gelände übernahm. Er war zuvor als Schülerpraktikant in der Schillstraße und kann aus seine Erfahrungen dort nur positiv über die Gedenkstätte als Praktikumsplatz sprechen.

Grete Anders